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Die Stillberatung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, ein Baby während der ersten sechs Lebensmonate ausschließlich zu stillen. Das Stillen ist die natürlichste Ernährung für den Säugling und ermöglicht zudem den intensivsten Kontakt zwischen Mutter und Kind. Die Muttermilch ist in ihrer Zusammensetzung optimal an den Bedarf des Säuglings angepasst und erhält zusätzlich Antikörper und Abwehrzellen.

Das Kind wird möglichst noch im Kreißsaal innerhalb der ersten zwei Stunden nach der Entbindung angelegt. Durch frühes und häufiges Anlegen erhält Ihr Kind das Kolostrum (Erstmilch), welches wichtige Antikörper enthält, den Aufbau einer optimalen Darmflora durch Besiedelung des Darmes mit Darmkeimen begünstigt und die Darmperistaltik und damit die Ausscheidung des Mekoniums (Kindspech) anregt.

Wie oft ein Kind an die Brust will, ist in den ersten Tagen sehr unterschiedlich und hängt auch vom Temperament Ihres Kindes ab. Stillen Sie Ihr Baby nach Bedarf und geben Sie ihm so die Möglichkeit, seinen eigenen Rhythmus zu finden. In der Regel sind die Kinder vor allem nachts sehr unruhig und hungrig und wollen oft stündlich bis zweistündlich an die Brust. Da das Milchbildungshormon Prolaktin vermehrt nachts (bei Dunkelheit) ausgestoßen wird, können Sie, wenn Sie Ihr Kind in dieser Phase häufiger angelegen, eine Steigerung der Milchproduktion bewirken.

Wichtig ist, dass Sie auf die Hungersignale Ihres Kindes achten und legen sie es dann an Ihre Brust. Eindeutige Hungerzeichen in den ersten Tagen sind: saugende Bewegungen, Sauggeräusche, Schlecken an den Lippen, Zunge herausstrecken, Hand zum Mund führen. Weinen ist ein spätes Hungerzeichen!

Allen Frauen, die stillen möchten, bietet unser geschultes Team eine optimale Unterstützung für den Start in die Stillbeziehung an. Sollte es aus medizinischer Sicht notwendig sein, dass Ihr Kind zusätzlich abgepumpte Muttermilch oder Nahrung benötigt, zeigen wir Ihnen alternative Fütterungsmethoden mit Becher, Löffel oder Spritze durch das so genannte Fingerfeeding.